Foto: Eric Harings

Prznzko Gnabresnella -                                                           20 Jahre Singen und Klatschen

 

In den Wirren des kalten Krieges nach Deutschland gekommen, wuchs Prznzko in einem Waisenhaus auf. Sie wurde - wie Riviera – während der späten 70er Jahre Opfer fragwürdiger Wurstexperimente des BND. Die liefen, wie wir heute wissen, völlig aus dem Ruder.

 

Um Spuren zu vertuschen, wurde die kleine Prznzko Anfang der 80er Jahre zur Adoption freigegeben. Die ungarische Operndiva Szeberynyi Gnabresnella nahm die 13-Jährige auf. Prznzko begleitete sie auf Tourneen, lernte so die bedeutendsten Opernbühnen kennen. Ihr unvergleichliches Talent und Temperament verdankt Prznzko den Spätfolgen der Wurstexperimente in Kombination mit der Musikalität ihrer Adoptivmutter.

 

Eine kurze, aber heftige Liaison mit dem rumänischen Magier und Teufelsgeiger Zagato Xylomir führte sie in die transsylvanische Gypsy-Swing-Jazz-Szene der späten 1980er Jahre. Einflüsse, die man bis heute aus ihrem Spiel heraushört.

 

Nach dem Mauerfall verschlug es die inzwischen selber zur Opern-Swing-Gypsy-Jazz-Crossover-Legende gereifte Prznzko Gnabresnella während einer ihrer Tourneen nach Düsseldorf. Dort begegnete sie durch Zufall Andy Riviera. Mitte der 1990er Jahre soll es legendäre gemeinsame Jam Sessions in Düsseldorf gegeben haben. Bootlegs aus dieser Zeit werden insbesondere in Szeged zu astronomischen Preisen gehandelt.

 

Es sollte weitere zwanzig Jahre dauern, bis sich die Wege erneut kreuzten, um dann 2015 die Supergroup „Die Grobe LiederWurst“ zu formieren.